Nike air 2.0 max 1 animal pack 2.0 air atmos uns 10,5 56d79e

Nike air 2.0 max 1 animal pack 2.0 air atmos uns 10,5 56d79e

Nike air 2.0 max 1 animal pack 2.0 air atmos uns 10,5 56d79e

Herausforderungen für die soziale Fanarbeit

Nike air max 270 stimmen regenbogen lgbtq ar0344-500 jp 28,5 uns 10,5 jpn einfuhr f / s,Abkürzung x nike air presto mitte racer rosa / foto - blau - weiß - schwarz ah7832-600 9 / 20.,Neuer air jordan 4 retro - 308497-106 alternative 89 iv nike rote sz 10,5 bis 12 oder 12,5,Nike zoom kobe 1 schwarz protro undftd camo ungeschlagen 10.5usNike vaporfly 4% - größe 10,5 - neubauNike air jordan xxxii 32 cny chinese new year größe 8,5.aj6331-042.das weiße gold.,2016 nike air jordan 12 xii retro - französische blaue größe 10.130690-113 1 2 3 4 5 6 7,Nike air foamposite ein xx "20. jahrestag" sz - 7 /,Nike air jordan xiii 13 retro - 2017 uns 10.5/chicago/3m/og gezüchtetNeue 2004 nike air jordan 2 il retro - weiße uni rot - schwarze männer größe 9.,Nike air jordan 11 retro - gewinnen wie 82 ds - 6 7 8 9 10 11 12 sportslocker 378037-123,Saubere nike foamposite eine prm blaue spiegel wildleder größe 11 575420 008 og alle chrome,Nike lebron 16 1 bis 5 (- 5) neue größe 12Adidas Damenss w adipure sport lh / ea golf schuh - pick sz / farbe.,Nike dunk low sb - land "schwarze taube" - 883232 008,Nike parra retro - 1,Air jordan retro - 1 hohe og nrg gold der größe 11,0 ds 100% authentische 861428-007Nike dunk sb x diamond co "tiff - dunk hoch" - sz 10 300 dollar verschifft.,Oberste ® / nike air strike ® spektrum und weiße box - logo rot reflektierenden (größe 38),Nike air mehr uptempo - og - schwarz - weiße pippen größe 10.,Adidas schuhe damen haben w by9572 schwarz - pink,Universität uconn pe nike lebron soldat sz 15 promo - stichprobe jordan v - 1.,Nike air jordan 1 retro - hohe og top 3Nike air jordan 3 retro - konferenz nrg bio - beige av6683-200 größe 11 justin timberlake,Nike air jordan retro - 9 powder Blau carolina kühle graue playoff männer größe 11.,2011 nike dunk hohe pro - sb - roten teufel sport rot / schwarz 305050-600 größe 11.,Nike air jordan 5 retro - prämie aus platin 881432 003 größe 9.,Nike air vapormax männer flyknit college navy / schwarze spiel royal aus größe.,Nike air jordan iii 3 retro - og schwarz - grau 854262-001 sz 10 deadstock �� zement,Air jordan 3 schwarze zement 2018 sz - 8,


Mit mehr als 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fand vom 1. bis zum 3. Dezember in Nürnberg die 15. Bundeskonferenz der Fanprojekte statt. Im Zentrum der Veranstaltung, die von der Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj und dem Fanprojekt Nürnberg gemeinsam ausgerichtet wurde, standen die aktuellen Herausforderungen an die soziale Arbeit mit jugendlichen Fußballfans. 

Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und Bülent Aksen als Vertreter des DFB unterstrichen in ihren Grußworten die Bedeutung, die die gewaltpräventiv arbeitenden Fanprojekte für die Herstellung einer positiven Fankultur haben. Für die zurzeit 56 Fanprojekte stellen DFB und DFL insgesamt mehr als fünf Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Eine gleich hohe Summe wird durch die Bundesländer und die Kommunen beigesteuert. Die Stadt Nürnberg, die auch die Bundeskonferenz unterstützte, fördert das lokale Fanprojekt seit 1989. Als dritter Partner beteiligt sich das Bundesland Bayern an der Finanzierung.
Rainer Koch, Interimspräsident des Deutschen Fußball-Bundes und Vorsitzender des Bayerischen Fußballverbandes, ließ es sich trotz vieler Termine nicht nehmen, für einen Besuch aus München anzureisen, um den Fanprojekt-Mitarbeiter/innen in einem persönlichen Grußwort auch für ihre gesellschaftspolitisch bedeutsame Tätigkeit zu danken. Michael Gabriel, der Leiter der KOS, sagt: „Dies unterstreicht in besonderer Weise die Wertschätzung, die die kritischen und unabhängigen Fanprojekte bei DFB und DFL genießen. Gemeinsam mit der Fanarbeit der Vereine ist es gelungen, eine positive Fankultur zu fördern, die Teil des Erfolgsmodells des Fußballs in Deutschland ist.“

Der erste Konferenztag stand unter dem Motto: „‚Da hilft kein Reden mehr?!‘ – über die Herausforderungen in der sozialen Arbeit mit unangepassten jugendlichen Subkulturen“. Dementsprechend stand die rechtliche Situation der Mitarbeiter_innen der Fanprojekte im Mittelpunkt der Diskussionen. Diese bewegen sich in ihrer vermittelnden Tätigkeit an der Schnittstelle von Sicherheit im Stadion und im öffentlichen Raum und dem Darstellungsbedürfnis der zumeist jugendlichen Subkultur der Fußballfans. In einem Streitgespräch beleuchteten Oberstaatsanwalt Alfred Huber und der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork, Frank Dölker, das Thema aus juristischer und pädagogischer Sicht. Neben der Bedeutung der kritischen Parteilichkeit der Fanprojekte verdeutlichte anschließend Professor Dr. Titus Simon in seinem Vortrag die Notwendigkeit, den Fanprojekten einen stabileren rechtlichen Rahmen für die Ausübung ihrer herausfordernden Tätigkeit zur Verfügung zu stellen. „Jugendliche brauchen Vertrauenspersonen, denen sie sich ohne Angst zuwenden können“, so Simon. „Wenn wir die Wirksamkeit der Fanprojekte bewahren wollen, brauchen wir rechtliche Rahmenbedingungen, die ihnen eine möglichst große Handlungssicherheit gewähren. Eine Orientierung könnten die positiven Erfahrungen mit dem Zeugnisverweigerungsrecht der Kolleg_innen in der Drogenarbeit liefern.“ 

In der anschließenden Fachdiskussion beleuchteten Miriam Hamid-Beißner vom Fanprojekt Bielefeld, die Juristin Waltraud Verleih von der AG Fananwälte, Volker Körenzig vom Fanprojekt Karlsruhe und Edwin Scholz, Geschäftsführer der Drogenberatung „Drobs“ aus Ahlen, das Thema aus der Perspektive von Sozialarbeiter_innen in der Praxis. Deutlich wurde die hohe Belastung, denen Mitarbeiter_innen in Konfliktsituationen ausgesetzt sein können. Einigkeit herrschte darüber, dass ein Zeugnisverweigerungsrecht für Sozialarbeiter/-innen, die mit sogenannten schwierigen Jugendkulturen arbeiten, dringend notwendig sei.
Der zweite Tag der Bundeskonferenz richtete unter der Überschrift „Rassismus aussperren? – Wirksam handeln gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit beim Fußball“ den Fokus auf die Versuche rechtsgerichteter Fans und Hooligans, verlorengegangenes Terrain in den Fankurven zurückzuerobern. Hierzu lieferte der Politikwissenschaftler Richard Gebhardt aus Aachen den theoretischen Input: „Fußball kann nicht unpolitisch sein, wie es manche Fangruppen und Verbandsvertreter gerne behaupten. Gerade in der Diskussion um Rechtsextremismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit, die auch in der Kurve und im Auswärtsbus ständig geführt wird, ist es notwendig, dass alle Verantwortlichen, von den Vereinen über die Polizei bis hin zu den Fans selbst, eine klare Haltung entwickeln.“
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde an praktischen Beispielen aus Halle und Dortmund skizziert, welche Faktoren dazu beitragen können, die Atmosphäre in den Fankurven langfristig positiv zu gestalten. Zentral ist dabei, die vielen jungen Fans, die sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus engagieren, zu unterstützen. Wie dies gelingen kann, beschrieb Robert Claus von der Kompetenzgruppe Fanarbeit und sportbezogene Sozialarbeit (KoFaS) am Beispiel des umfassenden Aktionsplans bei Borussia Dortmund. Dieses Konzept aktiviert nicht nur die Fanszene des BVB, sondern nimmt den ganzen Verein, z.B. auch die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit oder den Ordnungsdienst, konsequent in die Verantwortung. Zudem endet das Engagement nicht an den Stadiontoren, sondern ist eng mit kommunalen Strukturen verzahnt.


Steffen Kluge vom Fanprojekt Halle beschrieb, wie bedeutsam es ist, sich den Jugendlichen langfristig vertrauensvoll zuzuwenden und sie in kritischer Parteilichkeit auch durch problematische Phasen zu begleiten. So kann eine Vertrauensbasis geschaffen werden, um gemeinsam mit den Fans Projekte zu entwickeln. Das Fanprojekt Halle ist für sein Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus in diesem Jahr vom DFB als eine von drei Initiativen mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden. Volker Goll von der KOS sagt: „Es wird viel zu leicht übersehen, wie viele junge Fans sich seit vielen Jahren gegen Rassismus und für eine offene und auf Vielfalt beruhende Fankultur engagieren. War die Fanszene in Deutschland in den 1980er Jahren noch ein Synonym für Gewalt, Rechtsextremismus  und Rassismus, so dominieren heute die vielerorts antirassistischen Ultras die Kurven. Diese positive Veränderung ist auch der langfristig angelegten kontinuierlichen Arbeit der Fanprojekte zu verdanken.“ 
Unter den Fanprojekten herrschte in Nürnberg Einigkeit, dieses Potenzial in Zukunft verstärkt auch für die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft nutzen zu wollen.
Mit Blick auf aktuelle Überlegungen der Innenpolitik, künftig bei sogenannten Risikospielen, die Kartenkontingente für Auswärtsfans zu beschränken, artikuliert Michael Gabriel die Sorge
der Fanprojekte in Deutschland: „Es steht zu befürchten, dass damit ein Nebenkonflikt eröffnet wird, der alle Anstrengungen, die bestehenden Problemlagen über einen intensivierten Dialog in den Griff zu bekommen, konterkariert. Fans dürfen nicht ausgesperrt werden, sondern müssen als Teil der Lösung verstanden werden!“
Die Bundeskonferenz der Fanprojekte fand vom 1. bis 3. Dezember 2015 in Nürnberg statt. Sie wurde ausgerichtet von der Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj (KOS) und dem Fanprojekt Nürnberg. Austragungsort war das Caritas-Pirkheimer Haus. Die Bundeskonferenz wurde auch durch die Stadt Nürnberg unterstützt. 

Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) wurde 1993 eingerichtet, um die sozialpädagogisch arbeitenden Fanprojekte inhaltlich zu begleiten, zu koordinieren und bei der Einrichtung weiterer Projekte mitzuwirken. Grundlage der Arbeit ist das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS), das den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen der Jugendsozialarbeit im Fußballbereich absteckt.


Zur News-Übersicht

Deutsche Sportjugend (dsj)
im Deutschen Olympischen Sportbund e.V. (DOSB)